Benoit d‘Halluin erzählt einerseits eine große Liebesgeschichte, besonders vor allem dadurch, dass die Liebe nicht als überschäumende Gefühlswallung dargestellt wird, sondern viel stärker, nämlich als eine fast rationale Erfahrung, eine Einsicht in eine lebensbestimmende Tatsache. Andererseits schildert er die grausamen, menschenverachtenden Umstände der Massenfischerei — und auch hier gelingt ihm eine besondere Darstellung: Er spiegelt die Ursachen der gegenwärtigen Konflikte im Pazifik mit den Fischereikonflikten im Frankreich der 1980er Jahre, während er die Kindheits- und Jugendgeschichte Oliviers erzählt. Ein ungemein vielschichtiger und zugleich erschütternder wie vereinnahmender Roman.
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